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Schlechte Noten für CMS

Viele Unternehmen sind nicht zufrieden mit ihren Content-Management-Lösungen. Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen sind mit ihrem Content Management System (CMS) unzufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Qualität und Steuerung von Online-Inhalten”, die die Stuttgarter Kommunikationsagentur Aexea in Zusammenarbeit mit dem Online-Portal Contentmanager.de durchgeführt hat. Demnach halten 27 Prozent der Unternehmen ihr CMS gerade einmal für “befriedigend”, 16 Prozent sogar für noch schlechter. Mit “sehr gut” wollen nur 21 Prozent der Unternehmen ihre Lösung benoten. Insgesamt wurden für die Studie 378 Firmen befragt.

Große Investitionsbereitschaft

Trotz oder gerade wegen der geringen Zufriedenheit wollen die meisten Unternehmen weiter in ihre Content-Management-Strategie investieren: Beinahe die Hälfte will in naher Zukunft ein Update des bestehenden Systems durchführen. Ein weiteres Viertel plant sogar eine komplette Ersatzbeschaffung.

Die dürfte sich in vielen Fällen lohnen. Denn die Studie hat auch gezeigt, dass viele Online-Redaktionen unproduktiv arbeiten. Obwohl die Abteilungen mit durchschnittlich drei festangestellten Mitarbeitern besetzt sind, werden im Schnitt wöchentlich nicht einmal vier Artikel veröffentlicht. Jeder Mitarbeiter kommt gerade auf 1,25 Veröffentlichungen. Die Gründe sehen die Autoren der Studie gleichermaßen in der Organisation (lediglich 41 Prozent der Redaktionen führen Redaktionskonferenzen durch) wie in Mängeln am CMS. So hat die Befragung etwa ergeben, dass 21 der Intranet- und 15 Prozent der Internet-Redaktionen zwar ein Workflow-Modul besitzen, dieses jedoch nicht einsetzen. Dies lasse den Rückschluss zu, dass die Erfordernisse der Redaktionen bei der Entscheidung für ein CMS nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Die Erhebung soll in Zukunft zweimal jährlich durchgeführt werden und den Ist-Zustand in Online-Redaktionen und Unternehmen dokumentieren.

dg