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Unterschiedliches Volumen beim Suchmaschinen-Marketing

US- und Deutschland-Zahlen im Vergleich. Laut einer Studie des Verbands SEMPO (Search Engine Marketing Professional Organization) haben Werbetreibende in den USA und Kanada 2005 5,75 Milliarden Dollar für Suchmaschinen-Marketing ausgegeben. In dieser Summe enthalten sind Zahlungen an Suchmaschinenbetreiber und suchmaschinenbezogene Unternehmen, Honorare für Agenturen für Suchmaschinen-Marketing sowie interne Ausgaben für Suchmaschinen-Marketing. Gegenüber dem Vorjahr legten die Ausgaben um 44 Prozent zu, berichtet der Verband der Suchmaschinen-Professionals.

Der Großteil der Ausgaben (83 Prozent) entfiel 2005 auf bezahlte Platzierungen, elf Prozent auf “natürliche” Suchmaschinen-Optimierung. Die Ausgaben für Technologien und Dienstleistungen einschließlich Leasing, Agenturlösungen und Inhouse-Entwicklung, betrugen weniger als zwei Prozent der Gesamtsumme. Der Rest wurde für “Paid Inclusion” gezahlt, also Gebühren für die Aufnahme in den Suchindex.

Die Studie “The State of Search Engine Marketing 2005″ prognostiziert, dass die Ausgaben für Suchmaschinen-Marketing in Nordamerika bis 2010 auf elf Milliarden Dollar ansteigen werden.

Der deutsche Markt für Suchmaschinen-Marketing ist viel kleiner. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat im Febuar Zahlen präsentiert: Laut der OVK-Statistik gaben deutsche Werbetreibende 2005 rund 245 Millionen Euro für Suchwortvermarktung aus. Dieses am stärksten wachsende Segment verzeichnete einen Anstieg von 123 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Sowohl der OVK als auch SEMPO gehen davon aus, dass Suchmaschinen-Marketing auch in diesem Jahr stark wachsen wird.

Die Ausgaben der Online-Händler für Suchmaschinen-Marketing dienen dazu, Web-User auf ihre Sites zu bringen, um sie zum Kauf zu motivieren. 61 Prozent der Befragten betonen jedoch auch den Langzeiteffekt für die Markenbildung und -Positionierung sowie für die Lead-Generierung. Diese langfristigen Ziele sind gerade für Online-Manager, die ein großes Budget verwalten, von hoher Bedeutung.

All dies zielt auf das unmittelbare Online-Erlebnis und weniger auf einen Multi-Channel-Ansatz. Nur ein Viertel der Händler denkt an den Offline-Effekt der Online-Suche, also daran, dass sich viele Kunden vor dem Kauf im (stationären) Laden im Internet informieren, ermittelte die Studie. Hier gebe es für viele Multi-Channel-Händler noch Potenziale, denn bis 2010 werden 45 Prozent aller Offline-Verkäufe von der Online-Recherche beeinflusst sein. Das Tracking über verschiedene Kanäle sei zwar sehr schwierig, dennoch sollte dieser Aspekt nicht außer Acht gelassen werden, lautet die Empfehlung der Analystin.

Ingrid Schutzmann